"Der liebe Gott hat mich etlichen wenigen Gaben des Verstandes gesegnet, welche ich mit großer Mühe excolirt (weiterentwickelt); also dass ich vor anderen enige Inventionen, Schriften und Sachen dem gemeinen Wesen zum Besen an den Tage gegeben, das hat mir zwar etlichen etwas Lob, bei vielen aber Neid und Hass, bei anderen wiederum affection verursacht." (Selbstbild J.J. Bechers)

| 1635 | geboren in Speyer (noch im 30- jährigen Krieg) |
| 1640/50 | Jugendzeit in Speyer, Retscher-Gymnasium |
| Ab 1650 | "Europäische Wanderjahre" (Stockholm, Amsterdam, Italien?) |
| 1652 | Studium der Medizin, Chemie, Theologie in Mainz; Danach Prof. für Medizin; Leibarzt des Kurfürsten |
| 1664 | kurzzeitig in Mannheim (Kurfürst v.d. Pfalz) |
| 1664/70 | Hofmedicus und Mathematicus am Kurfürstl. Hof in München: "Merkantilistisches Programm" Reisen nach Holland; |
| 1665/67 | zwischendurch Bayerischer Beauftragter am Kaiserhof in Wien |
| 1667/68 | Hauptwerk des Merkantilismus: "Politischer Discurs" |
| 1668/78 | Wien (Kaiser Leopold I.), starker Einfluss Bechers auf Wirtschafts-, Handels- und Beschäftigungspolitik |
| 1669 | Projekt "Hanauisch-Indien" (Guyana) |
| 1676 | Kaiserlicher Kommissar (Durchführung eines Reichsedikts) |
| 1677/79 | Aufenthalt in Holland: mehrere technische Entwicklungen; dann kurz in Glasgow |
| 1679/82 | in England (London, Cornwall, Wight) Engl. König erteilt mehrere Patente |
| 1682 | J.J. Becher stirbt in London |